SPD-Fraktion fordert von der Verwaltung ein Gesamtkonzept für die Unterstützung von Obdachlosen

 

Auf Ihrer Haushaltsklausurtagung am vergangenen Wochenende hat die SPD den Vorschlag der Stadtverwaltung, den Tagesaufenthalt für Obdachlose an der Ehnernstraße in das derzeit vom Mädchenhaus genutzte Gebäude an der Cloppenburger Straße zu verlagern, intensiv beraten. Für den Umzug und die Herrichtung der Gebäude hatte die Verwaltung für die Jahre 2018 und 2019 insgesamt 1 Mio. € in den Finanzhaushalt eingestellt.

Die SPD-Fraktion hat beschlossen, diese Haushaltspositionen zu streichen und stattdessen 200.000,00 € Planungskosten für ein Gesamtkonzept einzustellen, das auch mehrere Standorte umfassen kann. „Wir sind der Auffassung, dass ein reiner Gebäudetausch allenfalls zu einer Verlagerung der von Anwohnern, Schule und Gewerbetreibenden am derzeitigen Standort an der Ehnernstraße beklagten Probleme an die Cloppenburger Straße führt“, stellt Ulf Prange, Ratsherr und Vorsitzender der Oldenburger SPD für seine Partei klar.

„Mit den von der SPD-Fraktion zum Haushalt angemeldeten Planungskosten setzen wir die Verwaltung in die Lage, ein tragfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln“, erläutert Prange. Damit sei keine Festlegung auf einen bestimmten Standort verbunden. Es solle ergebnisoffen nach einem geeigneten Standort gesucht werden.

Daneben fordert die SPD-Fraktion Verbesserungen für die offene Drogenszene in Oldenburg. Für diesen Personenkreis fehlten Angebote. Im Ergebnis-haushalt wird die SPD-Fraktion daher zusätzliche Mittel in Höhe von jeweils 35.000,00 € für die Träger des Tagesaufenthalts für Obdachlose und der Anlaufstelle der Drogenberatungsstelle Café Caro anmelden. „Die Sorgen der Anwohner*innen an der Ehnernstraße nehmen wir ernst. Mit den zusätzlichen Mitteln wollen wir die Situation vor Ort entspannen und für eine Entlastung sorgen“, so Prange.

Politik und Verwaltung hätten den Bereich der offenen Drogenszene in den letzten Jahren nicht ausreichend im Blick gehabt. Hier sei ein Umdenken erforderlich. In der Diskussion um den von der Verwaltung vorgeschlagenen Umzug des Tagesaufenthalts für Obdachlose sei dies deutlich geworden. „Von der Verwaltung erwarten wir, dass bei der Entwicklung eines Gesamtkonzepts auch Erfahrungen und Ideen aus anderen Städten Berücksichtigung finden“, so Prange.

 
    Bürgergesellschaft     Kommunalpolitik     Sozialstaat
 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes.
Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.